Jagdschule Schlachter

In unserer Kulturlandschaft dient die Jagd nicht mehr in der Hauptsache dem Nahrungserwerb. Unsere "Natur" ist eine Kulturlandschaft. Populationen unterliegen keiner natürlichen Entwicklung, sondern werden durch die Land- und Forstwirtschaft geprägt.

Der enorme Anstieg von Schwarzwild kommt durch die extrem guten Biotope für diese Wildart zustande. Unsere Landwirtschaft bietet den Wildschweinen eine ausgezeichnete Nahrungsgrundlage, dies jedoch ohne natürliche Feinde.

Die Fuchspopulation ist seit erfolgreicher Tollwutimpfung förmlich explodiert. Man kann davon ausgehen, dass es 10-mal mehr Füchse gibt, als vor den Zeiten der Impfungen. Ebenso hat die Anzahl von Füchsen zugenommen, die mit dem, für den Menschen sehr gefährlichen Fuchsbandwurm befallen sind. Man kann in den heutigen Feld- Waldrevieren davon ausgehen, dass mehr als jeder zweite Fuchs befallen ist.

Andere Niederwildarten verschwinden zusehens. Rebhühner, Hasen und Fasane haben Probleme. Die „Industrialisierung“ der Landwirtschaft hat ideale Biotope für die Feinde der Wildarten geschaffen.

In Revieren, in denen dieses Raubwild intensiv bejagt wird, kann man deutlich die Zunahme gefährdeter Arten erkennen.

Aber auch die Nutzung natürlicher Ressourcen zur Nahrungsgewinnung ist nach wie vor eine Aufgabe der Jagd. Eine nachhaltige Nutzung ist selbstverständlich.

Und nicht zuletzt kann man durch Biotopverbesserung, Anlage von Wildäckern und Hege sehr viel für Umwelt und Natur tun. Unvergessene Naturerlebnisse, nicht in fernen Ländern, sondern hier bei uns. Hier gibt es kaum eine andere Personengruppe die so viel in unsere Natur investiert. Und das nicht mit öffentlichen Mitteln, sondern privat finanziert. Von diesen Biotopverbesserungen profitieren nicht nur das Wild, sondern auch alle nicht dem Jagdrecht unterliegenden Tiere.

Jagen ist nicht nur für für reiche Leute. Eine kleine Aufstellung was die Jagd Minimum kostet finden Sie unter Was kostet Jagen!